Ein bärischer Harami ist ein Umkehrmuster aus zwei Kerzen, das sich in einem Aufwärtstrend bildet. Die erste Kerze ist eine große bullische Kerze, die den Trend weiter nach oben treibt. Die zweite Kerze ist eine kleinere bärische Kerze, deren Körper vollständig innerhalb des Körpers der ersten Kerze liegt.
Das Muster warnt davor, dass der Kaufdruck an Dynamik verloren hat und die Verkäufer möglicherweise kurz davorstehen, die Kontrolle zu übernehmen. Trader nutzen es auf drei Arten: Sie eröffnen eine Short-Position beim Durchbruch unter das Tief der Harami-Kerze, berücksichtigen das Signal nur an einem bekannten Widerstandsniveau oder lassen es vor dem Einstieg durch den RSI oder den Stochastik-Oszillator bestätigen.
Was ist ein bärisches Harami-Muster?
Ein bärischer Harami ist ein japanisches Candlestick-Muster aus zwei Kerzen, das eine mögliche Umkehr von einem Aufwärts- in einen Abwärtstrend signalisiert. Die erste Kerze ist eine große bullische Kerze (grün), die den bestehenden Aufwärtstrend fortsetzt. Die zweite Kerze ist eine kleinere bärische Kerze (rot), deren Körper vollständig innerhalb des Körpers der ersten Kerze liegt.
Der Name stammt vom japanischen Wort Harami, das „schwanger“ bedeutet. Die große erste Kerze steht für die Mutter und die kleine zweite Kerze für das Kind in ihrem Bauch.
Die Aussagekraft ergibt sich aus dem Größenunterschied. Auf eine bullische Kerze mit großem Körper folgt eine gegenläufige Kerze mit kleinem Körper. Das zeigt, dass eine starke Aufwärtsbewegung innerhalb einer einzigen Handelssitzung ins Stocken geraten ist.
Was ist ein bärischer Harami Cross?
Ein bärischer Harami Cross ist dasselbe Muster mit einem Doji als zweiter Kerze. Bei einem Doji liegen Eröffnungs- und Schlusskurs nahezu auf demselben Niveau, sodass sein Körper sehr klein ist oder ganz fehlt.
Die Doji-Variante liefert ein stärkeres Warnsignal. Wenn eine Sitzung unmittelbar nach einer großen bullischen Kerze auf demselben Niveau eröffnet und schließt, zeigt dies, dass am Markt keine Einigkeit mehr über die Richtung besteht. Alle anderen Merkmale des Musters bleiben gleich, und der Doji muss weiterhin innerhalb des Körpers der ersten Kerze liegen.
Was sagt ein bärisches Harami-Muster aus?
Ein bärischer Harami zeigt, dass der Kaufdruck nachgelassen hat. Die erste Kerze zeigt, dass die Käufer noch die Kontrolle haben. Die zweite Kerze zeigt, dass es ihnen nicht gelingt, die Bewegung fortzusetzen.
Die zweite Kerze mit ihrem kleinen Körper bedeutet, dass die Sitzung eröffnet wurde, der Kurs sich in einer engen Spanne bewegte und unter dem Eröffnungskurs schloss. All dies geschah innerhalb des Bereichs, den die vorherige Kerze bereits abgedeckt hatte. Die von den Käufern angestrebte Fortsetzung nach oben blieb aus.
Die Verkäufer haben zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Kontrolle. Das Muster markiert den Moment, in dem ein Trend an Dynamik verliert. Deshalb muss es bestätigt werden, bevor es als Grundlage für einen Trade dienen kann.
Wie erkennt man ein bärisches Harami-Candlestick-Muster?
Vier Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Formation als bärischer Harami gilt:
Vor der Entstehung des Musters besteht ein klarer Aufwärtstrend.
Die erste Kerze ist bullisch und im Verhältnis zur jüngsten Handelsspanne groß.
Die zweite Kerze ist bärisch und kleiner als die erste.
Der Körper der zweiten Kerze liegt an beiden Enden innerhalb des Körpers der ersten Kerze.
Fehlt auch nur eine dieser Bedingungen, handelt es sich um eine andere Formation oder um gar kein Muster. Der häufigste Fehler bei der Erkennung besteht darin, jede kleine Kerze nach einer großen als Harami zu bezeichnen, ohne zu prüfen, ob ihr Körper vollständig innerhalb des vorherigen Kerzenkörpers liegt und welcher Trend vorausging.
Muss die zweite Kerze eines bärischen Harami innerhalb der Schatten liegen?
Nein. Die Einschlussregel gilt ausschließlich für die Kerzenkörper . Die Schatten der zweiten Kerze können über das Hoch oder unter das Tief der ersten Kerze hinausreichen, ohne dass das Muster seine Gültigkeit verliert.
Das unterscheidet einen bärischen Harami von einem Inside Bar. Bei einem Inside Bar muss die gesamte Spanne vom Hoch bis zum Tief innerhalb der Spanne des vorherigen Kursbalkens liegen. Bei einem bärischen Harami muss lediglich der Bereich zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs innerhalb des entsprechenden Bereichs der vorherigen Kerze liegen.
Wenn der Körper der zweiten Kerze bis auf ein oder zwei Ticks an den Eröffnungs- oder Schlusskurs der ersten Kerze heranreicht, ist die Einschlussbedingung nur knapp erfüllt und das Signal schwächer. Trader, die ein eindeutiges Setup suchen, achten darauf, dass der zweite Körper deutlich innerhalb des ersten liegt und an beiden Enden ein sichtbarer Abstand bleibt.
Wo innerhalb eines Trends bildet sich ein bärischer Harami?
Die Formation aus zwei Kerzen kann überall im Chart auftreten. Sie deutet nur dann auf eine Umkehr hin, wenn sie sich am Hoch eines Aufwärtstrends bildet.
Dieselbe Formation inmitten eines Abwärtstrends markiert üblicherweise eine Pause im Verkaufsdruck. Ein bärischer Harami am Hoch einer Korrektur innerhalb eines Abwärtstrends deutet auf die Wiederaufnahme dieses Abwärtstrends hin. Das ist ein anderer Trade auf Grundlage desselben Musters.
Trader überprüfen den Trend mithilfe eines gleitenden Durchschnitts, bevor sie handeln. Liegt der Kurs über einem steigenden 200-Perioden-MA, besteht ein Aufwärtstrend, den das Muster umkehren könnte.
Wie handelt man ein bärisches Harami-Muster?
Das Muster allein ist ein Warnsignal. Ein Trade kommt zustande, wenn der Kurs es durch einen Ausbruch nach unten bestätigt.
Wo steigt man bei einem bärischen Harami in den Trade ein?
Der übliche Einstieg ist eine Short-Position beim Durchbruch unter das Tief der Harami-Kerze. Wer diesen Durchbruch abwartet, stellt sicher, dass sich der Markt bereits in die gewünschte Richtung bewegt hat, bevor Kapital für die Handelsidee eingesetzt wird.
Einige Trader steigen stattdessen zum Schlusskurs der Harami-Kerze ein. Das ermöglicht einen besseren Einstiegskurs und einen größeren Stop-Abstand, bedeutet aber auch, den Trade einzugehen, bevor der Markt das Signal bestätigt hat.
Wo platziert man den Stop-Loss bei einem bärischen Harami?
Der Stop wird oberhalb des Hochs der Harami-Kerze platziert. Steigt der Kurs wieder über dieses Niveau, ist das Muster gescheitert und der Grund für das Halten der Short-Position entfällt.
Eine Alternative mit größerem Abstand ist ein Stop oberhalb des Hochs der ersten Kerze. Das gibt dem Trade mehr Spielraum, verursacht bei einem Fehlschlag aber auch höhere Verluste. Deshalb muss die Positionsgröße entsprechend reduziert werden.
Bei einer Short-Position liegt der Stop immer oberhalb des Einstiegskurses. Ein Niveau unterhalb des Musters ist ein Gewinnziel.
Wo nimmt man bei einem bärischen Harami-Muster Gewinne mit?
Der bärische Harami gibt kein festes Gewinnziel vor. Die Formation zeigt, dass der Trend möglicherweise dreht, sagt aber nichts darüber aus, wie weit die nächste Bewegung reicht.
Übliche Ziele sind das nächstgelegene Unterstützungsniveau unterhalb des Einstiegs, das vorherige Swing-Tief oder ein festes Vielfaches des Stop-Abstands. Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, die vor dem Trade im Chart eingezeichnet wurden, liefern die praxisnahesten Ziele.
Wie bestimmt man die Positionsgröße bei einem bärischen Harami?
Der Stop-Abstand bei einem bärischen Harami ergibt sich aus der Größe der Kerzen, und diese kann stark variieren. Eine ruhige Sitzung kann einen Stop-Abstand von 20 Pips ergeben. In einer Sitzung rund um einen Zentralbankentscheid können es beim selben Währungspaar 90 Pips sein.
Wer in beiden Fällen dieselbe Lotgröße verwendet, geht beim zweiten Trade ein mehr als viermal so hohes Risiko ein, ohne dies bewusst entschieden zu haben. Die Positionsgröße muss bei jedem Trade anhand des Stops berechnet werden.
Positionsgröße = Risikobetrag ÷ Stop-Abstand in Pips ÷ Pip-Wert pro Lot
Bei einem Risikobetrag von 200 USD für EUR/USD, einem Stop-Abstand von 40 Pips und einem Pip-Wert von 10 USD pro Standardlot ergibt sich: 200 ÷ 40 ÷ 10 = 0,5 Standardlots. Wird der Stop-Abstand auf 80 Pips erhöht, erlaubt derselbe Risikobetrag von 200 USD eine Positionsgröße von 0,25 Lots.
Profi-Tipp: Berechnen Sie die Positionsgröße vor der Orderaufgabe anhand des Stop-Abstands. So riskieren Sie bei jedem Trade mit einem bärischen Harami denselben Betrag, unabhängig von der Kerzengröße.
Wie bestätigt man einen bärischen Harami vor dem Einstieg?
Für sich genommen ist der bärische Harami ein schwaches Signal. Trader kombinieren ihn mit einem Indikator zur Messung des Momentums und gehen den Trade nur ein, wenn beide übereinstimmen.
RSI. Die stärkste Variante ist eine bärische Divergenz: Der Kurs bildet bei der Entstehung des Musters ein höheres Hoch, während der RSI ein niedrigeres Hoch ausbildet. Diese Kombination zeigt, dass hinter dem neuen Kurshoch weniger Dynamik steht. Ein RSI, der den überkauften Bereich wieder nach unten verlässt, liefert eine einfachere Form desselben Signals.
Stochastik-Oszillator. Er wird auf dieselbe Weise eingesetzt und reagiert schneller. Trader achten auf eine bärische Überkreuzung im überkauften Bereich, die zeitlich mit der Harami-Kerze zusammenfällt.
Gleitende Durchschnitte. Ein gleitender Durchschnitt, häufig der 200-Perioden-MA, bestätigt den Trend, dessen Umkehr das Muster anzeigen soll. Einige Trader möchten außerdem sehen, dass der Kurs an einem kürzeren Durchschnitt wie dem 20- oder 50-Perioden-MA ins Stocken gerät, bevor sie eine Short-Position eröffnen.
Ein überkaufter Wert allein ist ein ungeeigneter Auslöser für einen Short-Einstieg, denn „überkauft“ bedeutet, dass der Trend stark ist. Aussagekräftig wird er, wenn das Momentum nachlässt, während der Kurs noch steigt.
Was sagt das Volumen über eine bärische Harami-Kerze aus?
Das Volumen zeigt, ob das Stocken der Bewegung in der Harami-Kerze auf tatsächlichen Verkaufsdruck oder auf eine ruhige Sitzung zurückzuführen ist.
Im Devisenkassahandel gibt es keine zentrale Börse, daher zeigen Handelsplattformen stattdessen das Tick-Volumen an. Das Tick-Volumen zählt, wie oft sich der Kurs innerhalb eines Zeitraums verändert hat. Es zählt keine Kontrakte. Es dient als Näherungswert für die Handelsaktivität und ist eine andere Messgröße als die Anzahl gehandelter Aktien in einem Aktienchart.
Bildet sich nach einer ersten Kerze mit hohem Volumen eine Harami-Kerze bei sinkendem Tick-Volumen, zeigt dies eine nachlassende Marktteilnahme. Das passt zur beabsichtigten Aussage des Musters. Eine Harami-Kerze mit gleichbleibendem oder steigendem Tick-Volumen an einem Widerstandsniveau deutet darauf hin, dass Verkäufer Kauforders absorbieren. Das ist ein stärkeres bärisches Signal als niedriges Volumen.
Wichtig: Das Tick-Volumen misst Kursänderungen statt gehandelter Kontrakte. Betrachten Sie es beim Vergleich einzelner Kerzen daher als groben Anhaltspunkt für die Aktivität.
Wie sehen Beispiele für bärische Harami-Muster im Chart aus?
Bärische Harami-Muster treten gehäuft an denselben Kursniveaus auf. Wer ein Währungspaar lange genug beobachtet, wird innerhalb weniger Wochen mehrere solcher Muster nahe denselben Hochs sehen. Die meisten scheitern, während eines die tatsächliche Trendwende markiert.
Warum scheitern wiederholte bärische Harami-Signale am selben Niveau?
Nehmen wir ein Währungspaar in einem stetigen Aufwärtstrend, das im Bereich eines früheren Hochs immer wieder auf Widerstand trifft. Jedes Mal, wenn der Kurs diesen Bereich erreicht, lässt die Kaufaktivität nach und ein bärischer Harami entsteht. Der Kurs fällt für eine oder zwei Sitzungen, dann kehren die Käufer zurück und der Aufwärtstrend setzt sich fort.
In diesen Fällen war an dem Muster nichts falsch. Es hat korrekt angeschlagen und angezeigt, dass die Käufe pausierten. Was es nicht verraten konnte, war, ob aus der Pause eine Trendwende werden würde.
Ein Trader, der bei jedem bärischen Harami an diesem Niveau eine Short-Position eröffnet, erleidet eine Reihe kleiner Verluste, obwohl das Muster genau das tut, was es anzeigen soll. Seine Aussagekraft ist begrenzter, als die meisten Trader annehmen.
Was unterscheidet einen erfolgreichen bärischen Harami von den anderen?
Der bärische Harami, der funktioniert, ist meist derjenige, bei dem sich außerhalb des Musters bereits etwas verändert hat. Beim letzten Anlauf gelang dem Kurs kein neues Hoch. Das Momentum ließ nach, während der Kurs noch stieg. Der Aufwärtstrend hatte an Steigung verloren, oder der Kurs hatte unter einem gleitenden Durchschnitt geschlossen, der während der gesamten Aufwärtsbewegung als Unterstützung gehalten hatte.
Wenn dieses Muster erscheint, wurde das Niveau bereits mehrmals getestet. Jeder Test verbraucht Kauforders, die an diesem Niveau liegen. Der bärische Harami, der schließlich funktioniert, bildet sich, nachdem diese Orders aufgebraucht sind.
Deshalb ist die Bestätigung wichtiger als das Erkennen des Musters. Einen bärischen Harami zu entdecken, ist der einfache Teil und liefert die wenigsten Informationen. Erst die Einordnung in den Kontext macht den Unterschied zwischen dem Signal, das sich bewährt, und den vier vorherigen, die es nicht taten.
Welche Zeiteinheiten eignen sich am besten für den Handel mit dem bärischen Harami-Muster?
Tages- und 4-Stunden-Charts liefern die zuverlässigsten bärischen Harami-Signale. Auf diesen Zeiteinheiten umfasst jede Kerze genügend Handelsaktivität, um eine tatsächliche Veränderung der Marktteilnahme erkennen zu lassen.
Auf Zeiteinheiten unter einer Stunde erscheint das Muster ständig, und die meisten dieser Formationen haben keine Aussagekraft. Ein bärischer Harami im 5-Minuten-Chart kann durch eine einzige große Order und fünf anschließende ruhige Minuten entstehen, ohne dass sich daran etwas ändert, wer den Trend kontrolliert.
Das Muster funktioniert bei Devisen, Indizes, Rohstoffen und Aktien, weil es das Verhältnis zwischen zwei Kerzen beschreibt und keine Besonderheit eines einzelnen Marktes. Liquide Märkte bilden klarere Kerzen aus. Deshalb liefern die wichtigsten Währungspaare und große Indizes eindeutigere Beispiele als umsatzschwache Märkte.
Wie zuverlässig ist das bärische Harami-Muster?
In veröffentlichten Untersuchungen zu Candlestick-Mustern schneidet der bärische Harami unter den Umkehrmustern schwach ab. Trader, die ihn isoliert testen, stellen meist fest, dass seine Trefferquote kaum besser als ein Münzwurf ist. Dieses Ergebnis zeigt sich so beständig, dass das Muster als zweitrangiges Signal gilt.
Für diese schwache Bewertung gibt es zwei Gründe. Das Muster enthält nur sehr wenige Informationen, da es aus zwei Kerzen besteht, von denen eine klein ist. Zudem ist eine Fortsetzung der Bewegung nicht Bestandteil des Musters. Das Signal endet also in dem Moment, in dem die zweite Kerze schließt.
Als einer von mehreren Faktoren bleibt es dennoch nützlich. Trader, die es mit einem Trendfilter und einem Momentum-Indikator kombinieren, erzielen ganz andere Ergebnisse als diejenigen, die jedes Auftreten handeln.
Die Zuverlässigkeit hängt außerdem stark davon ab, wo das Muster auftritt. Ein bärischer Harami an einem getesteten Widerstandsniveau in einem fortgeschrittenen Aufwärtstrend verhält sich anders als einer mitten in einer Trendbewegung. Die Position im Chart ist aussagekräftiger als das Muster selbst.
Welche Grenzen hat das bärische Harami-Muster und welche Fehler sind häufig?
Grenzen des Musters
Fehlsignale auf kleinen Zeiteinheiten. Das Muster bildet sich häufig auf Zeiteinheiten unter einer Stunde, und die meisten dieser Signale scheitern.
Abhängigkeit von einer Bestätigung. Das Muster liefert allein keinen Einstieg. Erst ein Durchbruch unter das Tief der Harami-Kerze oder ein entsprechendes Indikatorsignal macht es zu einer handelbaren Grundlage.
Kein Gewinnziel. Die Formation sagt nichts darüber aus, wie weit eine Umkehrbewegung reichen könnte.
Begrenzte Informationsbasis. Zwei Kerzen bilden nur einen kleinen Ausschnitt, um daraus einen Trendwechsel abzuleiten.
Typische Fehler von Tradern
Das Muster ohne vorherigen Aufwärtstrend handeln. Ein bärischer Harami ohne bestehenden Trend hat nichts, was er umkehren könnte.
Zum Schlusskurs der Harami-Kerze einsteigen. Damit wird der Trade eröffnet, bevor der Kurs das Signal bestätigt hat.
Die Schatten statt der Körper prüfen. Die Einschlussregel gilt für die Kerzenkörper. Trader, die die gesamte Spanne messen, verwerfen gültige Muster und akzeptieren ungültige.
Den Stop unterhalb des Musters platzieren. Bei einer Short-Position ist ein Niveau unterhalb der Harami-Kerze ein Kursziel. Der Stop gehört über das Hoch der Harami-Kerze.
Allein aufgrund eines überkauften Werts eine Short-Position eröffnen. „Überkauft“ bedeutet, dass der Trend stark ist. Zum Short-Signal wird dieser Zustand, wenn das Momentum nachlässt, während der Kurs noch steigt.
Jedes Auftreten an einem Niveau handeln. Rund um einen einzelnen Widerstandsbereich können mehrere bärische Harami-Muster entstehen, von denen die meisten scheitern.
Bärischer Harami im Vergleich mit anderen Umkehrmustern: Was ist der Unterschied?
Mehrere Muster aus zwei Kerzen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Die Unterschiede liegen darin, welcher Teil der Kerze eingeschlossen sein muss und in welche Richtung sich die zweite Kerze bewegt.
Häufig gestellte Fragen
Spielt die Kerzenfarbe bei einem bärischen Harami eine Rolle?
Ja. Beim Standardmuster muss die erste Kerze bullisch und die zweite bärisch sein. Eine bullische zweite Kerze innerhalb einer bullischen ersten Kerze ist eine andere Formation und hat nicht dieselbe Aussagekraft als Umkehrsignal. Die Ausnahme ist der bärische Harami Cross, bei dem die zweite Kerze ein Doji mit einem so kleinen Körper ist, dass kaum eine Farbe erkennbar ist.
Ist ein bärischer Harami allein ein Verkaufssignal?
Nein. Das Muster warnt davor, dass der Kaufdruck pausiert. Die meisten Trader warten darauf, dass der Kurs unter das Tief der Harami-Kerze fällt, und prüfen einen Indikator wie den RSI oder den Stochastik-Oszillator, bevor sie eine Short-Position eröffnen.
Kann sich ein bärisches Harami-Muster in einem Abwärtstrend bilden?
Die Formation aus zwei Kerzen kann überall auftreten. In einem Abwärtstrend bildet sie sich üblicherweise am Hoch einer Korrektur. Dort deutet sie auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends statt auf eine Umkehr hin. Als Umkehrsignal lässt sich das Muster nur interpretieren, wenn es am Hoch eines Aufwärtstrends entsteht.
















