4,7 %: Arbeitslosenquote im Vereinigten Königreich sinkt im Dreimonatszeitraum bis August

Die nach ILO-Kriterien ermittelte Arbeitslosenquote im Vereinigten Königreich sank in den drei Monaten bis August auf 4,7 %, nachdem sie im vorherigen Berichtszeitraum bei 4,9 % gelegen hatte. Dies geht aus den am Dienstag vom nationalen Statistikamt (ONS) veröffentlichten Daten hervor. Damit lag die Quote unter der Konsensprognose des Marktes von 4,9 %.


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Häufig gestellte Fragen zur Beschäftigung

Die Lage am Arbeitsmarkt ist ein wesentlicher Indikator für die Verfassung einer Volkswirtschaft und damit ein wichtiger Einflussfaktor für die Bewertung einer Währung. Eine hohe Beschäftigung beziehungsweise eine niedrige Arbeitslosigkeit wirkt sich positiv auf die Konsumausgaben und damit auf das Wirtschaftswachstum aus, was den Wert der heimischen Währung stärkt. Darüber hinaus kann ein sehr angespannter Arbeitsmarkt – also eine Situation, in der Arbeitskräfte zur Besetzung offener Stellen fehlen – auch Auswirkungen auf die Inflation und damit auf die Geldpolitik haben, da ein geringes Arbeitskräfteangebot bei hoher Nachfrage zu höheren Löhnen führt.

Das Tempo, mit dem die Löhne und Gehälter in einer Volkswirtschaft steigen, ist für geldpolitische Entscheidungsträger von zentraler Bedeutung. Ein hohes Lohnwachstum bedeutet, dass den Haushalten mehr Geld für Ausgaben zur Verfügung steht, was in der Regel zu Preissteigerungen bei Konsumgütern führt. Im Gegensatz zu volatileren Inflationstreibern wie den Energiepreisen gilt das Lohnwachstum als wesentliche Komponente der zugrunde liegenden und anhaltenden Inflation, da Lohnerhöhungen in der Regel nicht rückgängig gemacht werden. Zentralbanken weltweit verfolgen die Daten zum Lohnwachstum bei ihren geldpolitischen Entscheidungen daher sehr aufmerksam.

Welches Gewicht eine Zentralbank der Lage am Arbeitsmarkt beimisst, hängt von ihren Zielen ab. Einige Zentralbanken haben neben der Kontrolle der Inflation ausdrücklich auch einen arbeitsmarktbezogenen Auftrag. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat beispielsweise das duale Mandat, einen möglichst hohen Beschäftigungsstand und stabile Preise zu fördern. Die Europäische Zentralbank (EZB) hingegen hat ausschließlich den Auftrag, die Inflation unter Kontrolle zu halten. Unabhängig vom jeweiligen Mandat ist die Arbeitsmarktlage jedoch ein wichtiger Faktor für geldpolitische Entscheidungsträger, da sie Aufschluss über die Verfassung der Wirtschaft gibt und in direktem Zusammenhang mit der Inflation steht.

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