OPEC+ einigt sich auf unverändertes Ölförderziel für Dezember

Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) haben sich am Sonntag darauf geeinigt, die Ölförderziele für Dezember unverändert zu lassen.

Zu der Gruppe gehören sieben wichtige Mitglieder: Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Algerien, Kasachstan und Oman. Laut einer offiziellen Erklärung beschloss die Gruppe, die für September vorgeschriebenen Fördermengen auch im Dezember beizubehalten. Dabei liegt die Förderquote Saudi-Arabiens bei 10,478 Millionen Barrel pro Tag (bpd), gefolgt von Russland mit 9,949 Millionen bpd und dem Irak mit 4,431 Millionen bpd. 

Die OPEC+ bekräftigte zudem ihre gemeinsame Verpflichtung, die Kooperationserklärung vollständig einzuhalten. Diese bildet die Grundlage für die Koordinierung zwischen der OPEC und den teilnehmenden Ölförderländern außerhalb der OPEC.

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Häufig gestellte Fragen zu WTI-Öl

WTI-Öl ist eine Rohölsorte, die auf internationalen Märkten gehandelt wird. WTI steht für West Texas Intermediate und gehört neben Brent und Dubai Crude zu den drei wichtigsten Rohölsorten. Aufgrund seiner relativ geringen Dichte und seines niedrigen Schwefelgehalts wird WTI auch als „leicht“ und „süß“ bezeichnet. Es gilt als hochwertiges Öl, das sich leicht raffinieren lässt. Es wird in den Vereinigten Staaten gefördert und über den Knotenpunkt Cushing verteilt, der als „Pipeline-Kreuzung der Welt“ gilt. WTI dient als Referenzsorte für den Ölmarkt, und sein Preis wird häufig in den Medien genannt.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die wichtigsten Einflussfaktoren für den Preis von WTI-Öl. So kann das weltweite Wirtschaftswachstum die Nachfrage ankurbeln, während ein schwaches globales Wachstum das Gegenteil bewirken kann. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und sich auf die Preise auswirken. Die Entscheidungen der OPEC, eines Zusammenschlusses bedeutender Ölförderländer, sind ein weiterer wichtiger Einflussfaktor für den Preis. Auch der Wert des US-Dollars beeinflusst den Preis von WTI-Rohöl, da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird. Ein schwächerer US-Dollar kann Öl somit erschwinglicher machen und umgekehrt.

Die wöchentlichen Berichte zu den Öllagerbeständen des American Petroleum Institute (API) und der US-Energieinformationsbehörde (EIA) beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Veränderungen der Lagerbestände spiegeln Schwankungen von Angebot und Nachfrage wider. Zeigen die Daten einen Rückgang der Bestände, kann dies auf eine gestiegene Nachfrage hindeuten und den Ölpreis nach oben treiben. Höhere Lagerbestände können auf ein gestiegenes Angebot hinweisen und die Preise drücken. Der API-Bericht wird jeden Dienstag veröffentlicht, der EIA-Bericht am darauffolgenden Tag. Die Ergebnisse sind in der Regel ähnlich: In 75 % der Fälle weichen sie um höchstens 1 % voneinander ab. Die EIA-Daten gelten als verlässlicher, da die EIA eine staatliche Behörde ist.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist ein Zusammenschluss von zwölf Ölförderländern, die bei zweimal jährlich stattfindenden Treffen gemeinsam die Förderquoten für die Mitgliedsländer festlegen. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise von WTI-Öl aus. Beschließt die OPEC, die Quoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise nach oben treiben. Erhöht die OPEC die Förderung, hat dies den gegenteiligen Effekt. OPEC+ bezeichnet eine erweiterte Gruppe mit zehn zusätzlichen Mitgliedern außerhalb der OPEC, von denen Russland das bedeutendste ist.