US-Dollar-Index: DXY tut sich angesichts sinkender Anleiherenditen nahe 101,75 schwer

  • Der DXY steht angesichts sinkender Anleiherenditen und der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt den dritten Tag in Folge unter Verkaufsdruck.
  • Geopolitische Unsicherheiten und Spekulationen auf eine Zinserhöhung der Fed könnten etwas Unterstützung bieten und die Verluste begrenzen.
  • Das konstruktive charttechnische Bild spricht dafür, dass sich auf niedrigeren Niveaus Käufer finden, die Rücksetzer zum Einstieg nutzen.

Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, setzt seine nach der FOMC-Sitzung eingeleitete Korrektur den dritten Tag in Folge fort und fällt am Freitag an das untere Ende seiner wöchentlichen Handelsspanne. In der ersten Hälfte des europäischen Handels notiert der Index im Bereich von 101,70–101,65 und damit rund 0,20 % unter dem Vortagesschluss. Angesichts gemischter fundamentaler Signale scheint er auf den dritten Wochenverlust in Folge zuzusteuern.

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Die Renditen von US-Staatsanleihen brachen ein, da Anleger in als sicher geltende Staatsanleihen flüchteten, nachdem schwache Geschäftsergebnisse von Technologieunternehmen Sorgen geweckt hatten, dass die massiven KI-Ausgaben möglicherweise keine ausreichenden Erträge liefern. Zudem belastet die wiederaufkeimende Hoffnung auf eine diplomatische Lösung zur Beendigung der Konflikte im Nahen Osten den als sicheren Hafen geltenden US-Dollar (USD). Die eskalierenden Feindseligkeiten zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Gruppe im Jemen und Saudi-Arabien sowie die Drohungen der USA und Israels, nach den US-Zwischenwahlen erneut Angriffe zu starten, halten die geopolitische Risikoprämie jedoch aufrecht. Darüber hinaus könnten Spekulationen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen im Dezember erneut anheben wird, dem DXY Rückenwind geben und stärkere Verluste begrenzen.

Aus charttechnischer Sicht begünstigt die im Tagesverlauf verzeichnete Schwäche unterhalb des 23,6-%-Fibonacci-Retracements der Aufwärtsbewegung von August bis Oktober bärisch positionierte Marktteilnehmer und spricht für weitere Kursverluste. Zudem ist der MACD-Indikator (Moving Average Convergence Divergence) inzwischen unter die Nulllinie gerutscht und weist ein negatives Histogramm auf, was auf eine Abschwächung der Aufwärtsdynamik hindeutet. Der Relative-Stärke-Index (RSI) nahe 50 signalisiert nach den zuvor überkauften Werten jedoch eher eine kurzfristige Konsolidierung als eine eindeutige Trendwende. Weitere Rückgänge könnten daher zunächst am 38,2-%-Retracement bei 101,28 Unterstützung finden, gefolgt vom 50-%-Niveau bei 100,77, das durch den einfachen gleitenden 100-Tage-Durchschnitt (SMA) bei 100,66 zusätzlich gestützt wird.

Bei stärkeren Rücksetzern dürfte im Bereich des 61,8-%-Retracements bei 100,26 Kaufinteresse aufkommen. Ein Bruch dieser Marke würde den Weg zum 78,6-%-Niveau bei 99,53 und zum Fibonacci-Ausgangspunkt bei 98,60 öffnen. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 23,6-%-Fibonacci-Retracement bei 101,91. Eine stärkere Hürde bildet das Zyklushoch im Bereich von 103,00.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

DXY-Tageschart

Chart Analysis Dollar Index Spot

Kursentwicklung des US-Dollars in diesem Monat

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US-Dollars (USD) gegenüber den aufgeführten wichtigen Währungen in diesem Monat. Am stärksten entwickelte sich der US-Dollar gegenüber dem Euro.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 1,26 % -1,10 % -0,02 % -1,86 % -1,17 % -0,23 % -1,64 %
EUR -1,26 % -2,33 % -1,29 % -3,09 % -2,42 % -1,47 % -2,85 %
GBP 1,10 % 2,33 % 1,06 % -0,77 % -0,12 % 0,88 % -0,46 %
JPY 0,02 % 1,29 % -1,06 % -1,86 % -1,17 % -0,15 % -1,58 %
CAD 1,86 % 3,09 % 0,77 % 1,86 % 0,70 % 1,73 % 0,24 %
AUD 1,17 % 2,42 % 0,12 % 1,17 % -0,70 % 0,96 % -0,41 %
NZD 0,23 % 1,47 % -0,88 % 0,15 % -1,73 % -0,96 % -1,40 %
CHF 1,64 % 2,85 % 0,46 % 1,58 % -0,24 % 0,41 % 1,40 %

Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen der wichtigsten Währungen im Verhältnis zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte gewählt, die Kurswährung aus der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den US-Dollar auswählen und der Zeile horizontal bis zum japanischen Yen folgen, zeigt das entsprechende Feld die prozentuale Veränderung von USD (Basiswährung)/JPY (Kurswährung).