
Das Währungspaar USD/JPY erholt sich im Tagesverlauf deutlich aus dem Bereich von 156,00, dem am frühen Freitag erreichten tiefsten Stand seit über einem Monat, und hält im frühen europäischen Handel an moderaten Gewinnen fest. Vor dem Hintergrund eines auf breiter Front festeren US-Dollars (USD) versuchen die Kurse, die Aufwärtsbewegung über die Marke von 157,00 hinaus fortzusetzen. Dennoch zeichnet sich ein deutlicher Wochenverlust ab.

Obwohl sich zunehmend die Einschätzung durchsetzt, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen in der kommenden Woche unverändert lassen wird, preisen Anleger angesichts ölpreisbedingter Inflationsrisiken weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von rund 80 % für eine Zinserhöhung bis zum Jahresende ein. Zudem sorgen die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten dafür, dass die geopolitische Risikoprämie bestehen bleibt, und beleben die Nachfrage nach dem USD als sicherem Hafen. Dies veranlasst einige Marktteilnehmer, Short-Positionen im Währungspaar USD/JPY einzudecken.
Unterdessen bestätigten die heute früh veröffentlichten landesweiten Verbraucherpreisdaten (CPI) aus Japan die Markterwartungen einer unmittelbar bevorstehenden Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ). Darüber hinaus bleiben Händler angesichts von Spekulationen in höchster Alarmbereitschaft, dass jede weitere Abwertung des japanischen Yen (JPY) direkte Devisenmarktinterventionen der Behörden auslösen könnte. Dies könnte das Aufwärtspotenzial von USD/JPY im Vorfeld der wichtigen Notenbanktermine in der kommenden Woche begrenzen.
Die Fed wird ihren Zinsentscheid voraussichtlich am 28. Oktober zum Abschluss ihrer zweitägigen geldpolitischen Sitzung bekannt geben. Anschließend folgt am 29. und 30. Oktober die Sitzung der Bank of Japan (BoJ). Zudem stehen am kommenden Donnerstag die erste Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal sowie der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) zur Veröffentlichung an. Diese Daten werden die Kursentwicklung des USD beeinflussen und dem Währungspaar USD/JPY wichtige Impulse geben.
Aus charttechnischer Sicht galt der in der vergangenen Nacht erfolgte Bruch der Unterstützung bei 157,50 – die dem 23,6-%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung im September und der Untergrenze einer seit drei Wochen bestehenden Handelsspanne entspricht – als entscheidender Auslöser für die Bären. Hinzu kommt, dass sich der Kurs zuletzt wiederholt nicht oberhalb des einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnitts (SMA) bei 158,55 etablieren konnte. Dies deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für USD/JPY weiterhin abwärtsgerichtet ist.
Unterdessen liegt beim Moving Average Convergence Divergence (MACD) die MACD-Linie inzwischen unter ihrer Signallinie. Beide Linien bewegen sich nahe der Nulllinie, und das Histogramm ist leicht negativ. Dies deutet auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hin. Zudem liegt der Relative-Stärke-Index (RSI) mit 43,77 unter der Mittellinie. Das spricht eher für eine Korrekturphase als für eine ausgeprägte Trendbewegung und deutet darauf hin, dass weitere Kursanstiege auf Verkaufsinteresse stoßen könnten.
Ein erster Widerstand liegt beim 23,60-%-Retracement bei 157,56, gefolgt vom 200-Tage-SMA bei 158,55. Ein Ausbruch über diese Widerstandszone würde den Weg zum Ausgangspunkt der Retracement-Berechnung am Zyklushoch nahe 158,98 freimachen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 38,20-%-Retracement bei 156,68, gefolgt vom 50,00-%-Niveau bei 155,98 und weiteren Fibonacci-Unterstützungen bei 155,27 und 154,26. Der Bereich um 152,97 bildet die übergeordnete strukturelle Untergrenze der aktuellen Kursbewegung.
(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die folgende Tabelle zeigt die heutige prozentuale Veränderung des US-Dollars (USD) gegenüber den aufgeführten wichtigen Währungen. Am stärksten entwickelte sich der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0,15 % | 0,17 % | 0,19 % | 0,04 % | -0,02 % | -0,11 % | 0,30 % | |
| EUR | -0,15 % | 0,02 % | 0,02 % | -0,12 % | -0,19 % | -0,26 % | 0,14 % | |
| GBP | -0,17 % | -0,02 % | 0,00 % | -0,11 % | -0,20 % | -0,27 % | 0,13 % | |
| JPY | -0,19 % | -0,02 % | 0,00 % | -0,14 % | -0,20 % | -0,29 % | 0,12 % | |
| CAD | -0,04 % | 0,12 % | 0,11 % | 0,14 % | -0,06 % | -0,16 % | 0,26 % | |
| AUD | 0,02 % | 0,19 % | 0,20 % | 0,20 % | 0,06 % | -0,09 % | 0,32 % | |
| NZD | 0,11 % | 0,26 % | 0,27 % | 0,29 % | 0,16 % | 0,09 % | 0,41 % | |
| CHF | -0,30 % | -0,14 % | -0,13 % | -0,12 % | -0,26 % | -0,32 % | -0,41 % |
Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen wichtiger Währungen im Verhältnis zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, die Kurswährung aus der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den US-Dollar auswählen und sich entlang der Zeile bis zum japanischen Yen bewegen, zeigt die prozentuale Veränderung in diesem Feld die Entwicklung von USD (Basiswährung)/JPY (Kurswährung).