

USD/CAD notierte am Freitag unter 1,4000, erreichte damit den tiefsten Stand seit einem Monat und setzte seine Verlustserie den siebten Tag in Folge fort. USD/CHF stieg um 0,56 % auf rund 0,8250 und machte damit die Verluste des Vortages wett, da sich der US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen erholten. Am Donnerstag hatte das Währungspaar ein Einmonatstief von 0,8191 erreicht.
WTI-Rohöl stieg auf ein 22-Wochen-Hoch, nachdem die Huthi an zwei Tagen Angriffe in Saudi-Arabien verübt hatten und Schiffe beim Verlassen der Straße von Hormus angegriffen worden waren. Die Preise stiegen über die Spanne von 95,00–101,00 US-Dollar je Barrel, in der sie sich von Montag bis Donnerstag bewegt hatten.
Die Strategen von TD Securities erwarten, dass die Federal Reserve ihren Leitzins auf der FOMC-Sitzung im Oktober bei 4,00 % belässt. Damit revidierten sie ihre frühere Erwartung einer weiteren geldpolitischen Straffung. Als Argumente für ihre bisherige Einschätzung nannten sie die hohe Inflation und die weiterhin gute Verfassung des Arbeitsmarktes.
Die Strategen hielten an ihrer Prognose weiterer Zinserhöhungen im Dezember und März fest. Diese Prognosen geben die Einschätzung von TD Securities wieder und stellen keinen von der Federal Reserve angekündigten geldpolitischen Kurs dar.
Die Ökonomen der Royal Bank of Canada, Frances Donald und Nathan Janzen, erklärten, die jüngste Kommunikation der Bank of Canada deute auf eine stärkere Ausrichtung auf präventive Maßnahmen gegen Inflationsrisiken hin. Als Belege für eine veränderte Risikoeinschätzung der Zentralbank verwiesen sie auf den Zinsentscheid vom 2. September und die Äußerungen von Notenbankchef Tiff Macklem am Rande der Tagungen des Internationalen Währungsfonds.
Dennoch sahen die Ökonomen weiterhin überzeugende Gründe für ein Abwarten: Kanadas Wirtschaft erhole sich zwar, sei aber noch nicht stark, und es bestehe weiterhin genügend Unterauslastung, um die Weitergabe von Preissteigerungen zu dämpfen. Sie hielten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober für möglich und nannten Dezember oder Januar als alternative Zeitpunkte.
Laut RBC würde der genaue Zeitpunkt dieser Zinserhöhung ihren mittelfristigen Konjunkturausblick nicht wesentlich verändern. Ihr Basisszenario berücksichtigte bereits Zinserhöhungen um insgesamt 100 Basispunkte im Jahr 2027, unter der Voraussetzung einer allmählichen konjunkturellen Erholung.
Die Ökonomen der Commerzbank erwarten, dass die Europäische Zentralbank ihren Einlagenzins im Oktober bei 2,50 % belässt und ihn im Dezember als Reaktion auf die hartnäckige Inflation im Euroraum auf 2,75 % anhebt. Anschließend dürfte der Zinssatz ihrer Prognose zufolge im gesamten Jahr 2027 unverändert bleiben.
Den Ökonomen zufolge betrachten einige Mitglieder des EZB-Rats den aktuellen Zinssatz von 2,50 % bereits als leicht restriktiv. Aus den Äußerungen der geldpolitischen Entscheidungsträger zum neutralen Zinssatz schloss die Commerzbank, dass auch ein Einlagenzins von 2,75 % von einer Mehrheit des Rats als leicht restriktiv eingestuft würde. Als Gründe für ihre Prognose einer anschließenden Zinspause nannte die Bank unter anderem höhere Anleiherenditen und die restriktive Wirkung der Leitzinsen.