
Bitcoin (BTC) notiert am Donnerstag bei rund 82.000 US-Dollar und führt eine marktbreite Korrektur bei Kryptowährungen an. Die Versuche zu Wochenbeginn, die Erholung nach einem Test der Unterstützung nahe 80.000 US-Dollar fortzusetzen, scheiterten an der Hürde von 84.000 US-Dollar. Angesichts nachlassender Käuferkraft löste dies den anhaltenden Rücksetzer aus.

Ethereum (ETH) spiegelt die eingetrübten Aussichten für Bitcoin wider und fällt in Richtung 2.400 US-Dollar. Unterdessen unterstreicht der Rückgang von Ripple (XRP) in Richtung 1,30 US-Dollar die insgesamt schwache charttechnische Struktur und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Ausverkaufs.
Das Interesse an Anlageprodukten für digitale Vermögenswerte bleibt trotz der Volatilität hoch, wie die Nachfrage nach Bitcoin-Spot-ETFs (börsengehandelten Fonds) in dieser Woche zeigt. Am Mittwoch wurden Zuflüsse von rund 528 Millionen US-Dollar verzeichnet, nach 23 Millionen US-Dollar am Dienstag. Damit summieren sich die Zuflüsse dieser Woche bis einschließlich Mittwoch auf 1 Milliarde US-Dollar und tragen dazu bei, den Verkaufsdruck abzufedern.

Auch Ethereum-Spot-ETFs verbuchten am Mittwoch Zuflüsse von insgesamt 15 Millionen US-Dollar. Diese wenn auch verhaltene Rückkehr zu Zuflüssen beendete eine fünftägige Negativserie, nachdem am Vortag 26 Millionen US-Dollar und am Montag 105 Millionen US-Dollar abgeflossen waren. Im Oktober belaufen sich die Abflüsse laut SoSoValue auf rund 1 Milliarde US-Dollar.

Bei XRP-Spot-ETFs sorgt die Volatilität weiterhin für Unruhe am Markt, der von verhaltener Aktivität, Abflüssen und geringen Zuflüssen geprägt ist. Am Mittwoch wurden Zuflüsse von rund 709.000 US-Dollar verzeichnet, nachdem die Aktivität an zwei aufeinanderfolgenden Tagen verhalten geblieben war. Sollten die Zuflüsse in den kommenden Wochen stabil bleiben, könnten sie den allgemeinen Verkaufsdruck lindern und XRP vor einem weiteren Erholungsversuch eine Konsolidierung ermöglichen.

Bitcoin notiert schwächer bei knapp 82.000 US-Dollar, während der Druck von oben am gesamten Kryptomarkt zunimmt. Trotz der anhaltenden Korrektur behält BTC eine konstruktive bullische Grundtendenz bei und hält sich deutlich über wichtigen exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMAs). Die SuperTrend-Linie bei etwa 79.664 US-Dollar bietet zusätzliche dynamische Unterstützung.
Allerdings hat die Dynamik nachgelassen: Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich um 48, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt im negativen Bereich. Dies deutet darauf hin, dass die Aufwärtsimpulse an Kraft verlieren, obwohl die übergeordnete Struktur weiterhin gestützt bleibt.

Eine erste Unterstützung liegt am 50-Tage-EMA bei rund 80.863 US-Dollar. Ein Tagesschlusskurs darunter würde die SuperTrend-Zone nahe 79.664 US-Dollar als nächsten Nachfragebereich in den Fokus rücken. Bei einem stärkeren Rückgang könnte anschließend der 100-Tage-EMA bei etwa 77.453 US-Dollar angesteuert werden, gefolgt vom längerfristigen 200-Tage-EMA nahe 76.163 US-Dollar. Dort dürften Käufer versuchen, die übergeordnete bullische Struktur zu verteidigen. Solange sich der Kurs über diesen eng beieinanderliegenden gleitenden Durchschnitten hält, dürften Rücksetzer als Korrekturen innerhalb des vorherrschenden Aufwärtstrends betrachtet werden.
Ethereum gibt leicht in Richtung 2.400 US-Dollar nach und bewegt sich zwischen seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Die kurzfristige Tendenz bleibt damit neutral bis leicht bärisch. Der Kurs hält sich über dem 100-Tage- und dem 200-Tage-EMA bei rund 2.365 beziehungsweise 2.318 US-Dollar, was auf eine grundlegende mittelfristige Unterstützung hindeutet. Allerdings bleibt er unter dem 50-Tage-EMA nahe 2.479 US-Dollar und der SuperTrend-Linie bei rund 2.676 US-Dollar begrenzt.
Der RSI nahe 40 signalisiert verhaltenen Kaufdruck, während der MACD mit einer leicht bärischen Ausprägung im negativen Bereich bleibt. Dies deutet eher auf eine nachlassende Abwärtsdynamik als auf eine klare bullische Wende hin.

Ein erster Widerstand liegt am 50-Tage-EMA bei rund 2.479 US-Dollar. Eine stärkere Hürde bildet die SuperTrend-Linie nahe 2.676 US-Dollar, wo bei einem Erholungsversuch voraussichtlich erneut Verkäufer auftreten dürften. Auf der Unterseite bietet der 100-Tage-EMA bei etwa 2.364 US-Dollar unmittelbare Unterstützung, gefolgt vom 200-Tage-EMA nahe 2.318 US-Dollar. Ein Tagesschlusskurs unter dieser Zone würde die bärische Tendenz verstärken und den Weg für eine tiefere Korrektur öffnen. Hält sich der Kurs dagegen darüber, verbleibt ETH in einer Konsolidierungsspanne innerhalb seiner übergeordneten Aufwärtstrendstruktur.
XRP notiert unterdessen bei rund 1,33 US-Dollar und damit unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten, wodurch die kurzfristige Tendenz bärisch bleibt. Der 100-Tage-EMA bei 1,34 US-Dollar bildet die nächstgelegene Hürde auf der Oberseite, verstärkt durch den 50-Tage-EMA bei 1,37 US-Dollar und den 200-Tage-EMA bei 1,38 US-Dollar. Alle drei fügen sich in die übergeordnete abwärtsgerichtete Trendlinienstruktur ein und deuten darauf hin, dass Kursanstiege weiterhin anfällig für Rückschläge bleiben.
Die Dynamik bleibt verhalten: Der RSI bewegt sich um 43, und der MACD liegt weiterhin leicht im negativen Bereich. Dies legt nahe, dass Erholungsversuche auf Schwierigkeiten stoßen könnten, solange der Kurs unter diesen eng beieinanderliegenden Durchschnitten notiert.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 100-Tage-EMA bei rund 1,34 US-Dollar. Darauf folgt eine ausgeprägtere Angebotszone zwischen dem 50-Tage-EMA bei etwa 1,37 US-Dollar und dem 200-Tage-EMA nahe 1,38 US-Dollar, wo die übergeordnete Abwärtstrendlinie zusätzlichen Druck ausüben dürfte. Darüber markiert der SuperTrend-Indikator bei 1,47 US-Dollar eine weiter entfernte bärische Signalzone, die zurückerobert werden müsste, um für eine nachhaltige Abkehr von der derzeitigen Abwärtstendenz zu sprechen.
(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Ein börsengehandelter Fonds (Exchange-Traded Fund, ETF) ist ein Anlageinstrument oder ein Index, das beziehungsweise der den Preis eines zugrunde liegenden Vermögenswerts abbildet. ETFs können nicht nur einen einzelnen Vermögenswert, sondern auch eine Gruppe von Vermögenswerten und Sektoren abbilden. Ein Bitcoin-ETF bildet beispielsweise den Bitcoin-Kurs ab. Anleger nutzen ETFs, um an der Wertentwicklung eines bestimmten Vermögenswerts teilzuhaben.
Ja. Der erste Bitcoin-Futures-ETF in den USA wurde im Oktober 2021 von der US-Börsenaufsicht Securities & Exchange Commission zugelassen. Insgesamt wurden sieben Bitcoin-Futures-ETFs genehmigt, während mehr als 20 weitere noch auf die Erlaubnis der Aufsichtsbehörde warten. Laut SEC ist die Kryptowährungsbranche neu und anfällig für Manipulationen. Deshalb hat sie die Zulassung kryptobezogener Futures-ETFs in den vergangenen Jahren hinausgezögert.
Ja. Die SEC genehmigte im Januar 2024 die Börsennotierung und den Handel mehrerer Bitcoin-Spot-ETFs und öffnete damit die Tür für institutionelles Kapital und ein breites Anlegerpublikum, um die führende Kryptowährung zu handeln. Die Branche begrüßte die Entscheidung als Wendepunkt.
Der Hauptvorteil von Krypto-ETFs besteht darin, an der Wertentwicklung einer Kryptowährung teilhaben zu können, ohne sie selbst zu besitzen. Dadurch sinken die Risiken und Kosten, die mit dem Halten des Vermögenswerts verbunden sind. Weitere Vorteile sind ein geringerer Einarbeitungsaufwand und eine höhere Sicherheit für Anleger, da die ETFs die sichere Verwahrung der zugrunde liegenden Bestände übernehmen. Der größte Nachteil besteht darin, dass Anleger den Vermögenswert nicht direkt besitzen können, oder, wie es in der Kryptobranche heißt: „Nicht deine Schlüssel, nicht deine Coins.“ Ein weiterer Nachteil sind höhere Kosten für das Halten von Kryptowährungen, da ETFs Gebühren für die aktive Verwaltung erheben. Schließlich verringert eine Anlage in ETFs zwar die Risiken, die mit dem Halten eines Vermögenswerts einhergehen, doch Kursschwankungen der zugrunde liegenden Kryptowährung dürften sich auch im Anlageinstrument widerspiegeln.