Jemens Huthi geben an, die saudische Ölraffinerie Ras Tanura mit einer Rakete getroffen zu haben

Die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen erklärten am Dienstag, eine ballistische Rakete auf die Ölraffinerie Ras Tanura im Osten Saudi-Arabiens abgefeuert zu haben, wie Reuters berichtete. Die Raffinerie ist die größte des Königreichs.

Der Militärsprecher der Huthi, Yahya Saree, erklärte in einer Stellungnahme, die Gruppe habe eine ballistische Rakete auf die Anlage in der saudi-arabischen Ostprovinz abgefeuert. Saree behauptete, die Rakete habe ihr Ziel getroffen und auf dem Gelände große Brände ausgelöst.

Die Huthi berichteten außerdem von Angriffen auf saudi-arabische Militärflugzeuge und erklärten, sie hätten einen Vormarsch von Saudi-Arabien unterstützter Kräfte nahe der Meerenge Bab el-Mandeb gestoppt, einer wichtigen Schifffahrtsroute im Roten Meer.

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Unabhängig davon hatte der saudi-arabische Zivilschutz am frühen Dienstag Warnmeldungen wegen einer möglichen Bedrohung in Nadschran, Abha und Chamis Muschait herausgegeben. Später teilten die Behörden mit, die Gefahr sei vorüber, machten jedoch keine Angaben dazu, was die Warnungen ausgelöst hatte.

Marktreaktion

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert West Texas Intermediate (WTI) bei 99,35 US-Dollar und damit auf Tagessicht 1,25 % im Minus.

Häufig gestellte Fragen zu WTI-Öl

WTI-Öl ist eine Rohölsorte, die an internationalen Märkten gehandelt wird. WTI steht für West Texas Intermediate und zählt neben Brent und Dubai Crude zu den drei wichtigsten Rohölsorten. Aufgrund seiner relativ geringen Dichte und seines niedrigen Schwefelgehalts wird WTI auch als „leicht“ beziehungsweise „süß“ bezeichnet. Es gilt als hochwertiges Öl, das sich leicht raffinieren lässt. Es wird in den Vereinigten Staaten gefördert und über den Umschlagplatz Cushing verteilt, der als „Pipeline-Kreuzung der Welt“ gilt. WTI dient als Referenz für den Ölmarkt, und sein Preis wird häufig in den Medien genannt.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die wichtigsten Einflussfaktoren für den Preis von WTI-Öl. So kann das globale Wirtschaftswachstum die Nachfrage erhöhen, während ein schwaches Wachstum den gegenteiligen Effekt haben kann. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, eines Zusammenschlusses bedeutender Ölförderländer, sind ein weiterer wichtiger Preisfaktor. Auch der Wert des US-Dollars beeinflusst den Preis von WTI-Rohöl, da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird. Ein schwächerer US-Dollar kann Öl somit erschwinglicher machen und umgekehrt.

Die wöchentlichen Berichte zu den Öllagerbeständen des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Veränderungen der Lagerbestände spiegeln Schwankungen von Angebot und Nachfrage wider. Zeigen die Daten einen Rückgang der Lagerbestände, kann dies auf eine gestiegene Nachfrage hindeuten und den Ölpreis nach oben treiben. Höhere Lagerbestände können auf ein gestiegenes Angebot hinweisen und die Preise unter Druck setzen. Der API-Bericht erscheint jeden Dienstag, der EIA-Bericht am darauffolgenden Tag. Die Ergebnisse sind in der Regel ähnlich: In 75 % der Fälle weichen sie um höchstens 1 % voneinander ab. Die Daten der EIA gelten als verlässlicher, da es sich um eine staatliche Behörde handelt.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist ein Zusammenschluss von 12 ölfördernden Staaten, die bei ihren zweimal jährlich stattfindenden Treffen gemeinsam Förderquoten für die Mitgliedsländer festlegen. Ihre Entscheidungen beeinflussen häufig die Preise für WTI-Öl. Beschließt die OPEC, die Quoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise nach oben treiben. Erhöht die OPEC die Förderung, hat dies den gegenteiligen Effekt. OPEC+ bezeichnet eine erweiterte Gruppe, der zusätzlich zehn Nicht-OPEC-Mitglieder angehören, allen voran Russland.