Eilmeldung: US-Dollar fällt unter 101,50, da erste Ergebnisse der Zwischenwahlen auf Zugewinne der Demokraten hindeuten

  • Der US-Dollar-Index fällt im frühen asiatischen Handel am Mittwoch deutlich auf rund 101,25.
  • Die Amerikaner haben am Dienstag bei den Zwischenwahlen darüber abgestimmt, wer den Kongress in den letzten beiden Jahren von Trumps Amtszeit kontrolliert.

Der US-Dollar-Index (DXY) steht im frühen asiatischen Handel am Mittwoch bei rund 101,25 unter einem gewissen Verkaufsdruck. Händler werden die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen im weiteren Tagesverlauf aufmerksam verfolgen, um neue Impulse zu erhalten.

Die Amerikaner stimmen bei den Zwischenwahlen ab, die ein Urteil über die zweite Amtszeit von Präsident Donald Trump liefern werden. In einigen Bundesstaaten mit frühem Wahlschluss sind die Wahllokale bereits geschlossen.

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Laut Live-Daten der Nachrichtenagentur The Associated Press (AP) stehen die Sieger für 60 der 435 Sitze im US-Repräsentantenhaus fest. Dabei haben sich die Demokraten 42 Sitze und die Republikaner 18 Sitze gesichert.

Unterdessen hat der Demokrat Jon Ossoff die Wahl zum US-Senat in Georgia gewonnen. Er sicherte sich damit eine zweite Amtszeit und setzte sich gegen den von Trump unterstützten Herausforderer Mike Collins durch. Den Sitz in diesem Bundesstaat zu halten, ist für die Demokraten entscheidend, um die Kontrolle über den Senat zurückzugewinnen.

Häufig gestellte Fragen zu den US-Zwischenwahlen

Die US-Zwischenwahlen sind die Wahlen auf Bundesebene, die zur Hälfte der vierjährigen Amtszeit eines Präsidenten stattfinden. Die Wähler bestimmen alle 435 Mitglieder des Repräsentantenhauses, etwa ein Drittel der Senatoren sowie in vielen Bundesstaaten Gouverneure und weitere Amtsträger auf bundesstaatlicher und kommunaler Ebene.

Wahltag ist Dienstag, der 3. November 2026. Laut Bundesgesetz finden die Wahlen am Dienstag nach dem ersten Montag im November statt. In vielen Bundesstaaten laufen die vorzeitige Stimmabgabe und die Briefwahl bereits.

Sie entscheiden darüber, welche Partei in den letzten beiden Jahren der Amtszeit von Präsident Donald Trump die jeweilige Kammer des Kongresses kontrolliert. Die Mehrheitspartei bestimmt die Gesetzgebungsagenda, wählt die Ausschussvorsitzenden und entscheidet im Senat über die Bestätigung von Richtern und hochrangigen Amtsträgern.

Nein. Der Präsident wird alle vier Jahre gewählt; die nächste Präsidentschaftswahl findet im November 2028 statt. Die Zwischenwahlen gelten häufig als Referendum über die Partei des amtierenden Präsidenten, die dabei historisch betrachtet tendenziell Sitze im Repräsentantenhaus verliert.

Die meisten Analysten erwarten beim US-Dollar eher eine moderate, kurzlebige Reaktion als einen nachhaltigen Trend. Unterschiedliche Mehrheiten in den beiden Kongresskammern gelten weithin als Basisszenario und sind teilweise bereits eingepreist. Die Renditen von US-Staatsanleihen könnten deutlicher auf die Ergebnisse reagieren. Wahlausgänge, die Erwartungen an fiskalpolitische Konjunkturimpulse schüren, treiben tendenziell die Renditen und den US-Dollar nach oben. Politischer Stillstand, der neue Ausgaben begrenzt, kann hingegen beide belasten. Politische Konflikte, etwa Streitigkeiten über die Haushaltsfinanzierung oder die Schuldenobergrenze, können den Dollar als sicheren Hafen ebenfalls kurzzeitig stützen. Über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten sind das Wirtschaftswachstum und die Geldpolitik der US-Notenbank Fed wichtiger als die Wahl.

Historisch betrachtet haben sich US-Aktien vor den Zwischenwahlen schwach und danach stark entwickelt. Seit 1950 stand der S&P 500 zwölf Monate nach jeder Zwischenwahl höher, also in 19 von 19 Fällen, mit einem durchschnittlichen Plus von etwa 15 %. Analysten führen dieses Muster darauf zurück, dass die Unsicherheit nach Bekanntwerden der Ergebnisse nachlässt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für künftige Erträge, und einige Strategen weisen darauf hin, dass die hohen Bewertungen im Jahr 2026 diese Serie auf die Probe stellen könnten.

Die Märkte haben geteilte Machtverhältnisse in Washington häufig begrüßt, weil politische Blockaden tiefgreifende Änderungen bei Steuern, Ausgaben und Regulierung weniger wahrscheinlich machen. Unter einem republikanischen Präsidenten hat sich der S&P 500 historisch betrachtet in den Jahren nach Zwischenwahlen gut entwickelt, wenn diese zu unterschiedlichen Mehrheiten in den beiden Kongresskammern führten. Risiken bergen Fristen für die Haushaltsfinanzierung, Auseinandersetzungen um die Schuldenobergrenze und Untersuchungen des Kongresses, die kurzfristig für zusätzliche Volatilität sorgen können.