Euro: Schwäche in zwei Phasen und Erholungsperspektiven gegenüber dem US-Dollar – Commerzbank

Thu Lan Nguyen von der Commerzbank analysiert den starken Rückgang von EUR/USD seit September, der zunächst von einer breiten Stärke des US-Dollars und später von eurospezifischen Sorgen um die französischen Staatsfinanzen ausgelöst wurde. Ihrer Einschätzung nach dürfte das Abwärtspotenzial des Euro begrenzt bleiben, solange deutsche Bundesanleihen ihre Rolle als sicherer Hafen behalten. Für das kommende Jahr rechnet sie mit einer Erholung von EUR/USD, wobei die Prognosen von 1,15 im Dezember 2026 auf 1,18 im Dezember 2027 steigen.

Euro unter Druck, Abwärtspotenzial jedoch begrenzt

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„EUR/USD ist seit September deutlich gefallen. Zunächst wurde die Bewegung von einer breit angelegten Stärke des US-Dollars getragen, die auf günstigere Zinsaussichten zurückzuführen war. Seit Anfang Oktober steht jedoch die Schwäche des Euro im Vordergrund. Sie spiegelt wachsende Sorgen um die Tragfähigkeit der französischen Staatsfinanzen wider.“

„Solange deutsche Staatsanleihen ihre Attraktivität als sicherer Hafen behalten, dürfte das Abwärtspotenzial des Euro allerdings begrenzt bleiben. Angesichts der erwarteten Entspannung an den Energiemärkten und einer Neuausrichtung der Zinserwartungen sehen wir Spielraum für eine Erholung von EUR/USD im kommenden Jahr.“

„EUR/USD fiel Mitte Oktober auf den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2025. Die im September begonnene Abwärtsbewegung lässt sich in zwei Phasen unterteilen.“

„Wir erwarten, dass der US-Dollar unter einer solchen Korrektur stärker leiden wird als der Euro, nicht zuletzt, weil niedrigere Energiepreise die Konjunkturaussichten für den Euroraum stärker verbessern dürften als für die USA. Daher sehen wir für EUR/USD im kommenden Jahr weiteres Aufwärtspotenzial.“

„Sollte sich die Lage an den Anleihemärkten jedoch stabilisieren, sehen wir kurzfristig Spielraum für eine Erholung der Gemeinschaftswährung. Dafür spricht, dass der EZB bei Bedarf wirksame Instrumente zur Krisenbewältigung zur Verfügung stehen, etwa das Instrument zur Absicherung der geldpolitischen Transmission (Transmission Protection Instrument, TPI).“

(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt und von einem Redakteur geprüft. Mehr erfahren.)