
Bitcoin (BTC) könnte laut dem Vermögensverwalter Bitwise bis 2036 einen Kurs von 1,6 Millionen US-Dollar erreichen. Institutionelle Investitionen, das begrenzte Angebot und wachsende Sorgen über eine Geldentwertung dürften die Nachfrage nach der Kryptowährung antreiben.

In seinem „Bitcoin: Langfristige Kapitalmarktannahmen“ betitelten Bericht vom Mittwoch prognostizierte das Unternehmen für Bitcoin in den kommenden zehn Jahren eine annualisierte Rendite von 34,3 %. Damit hob es seine bisherige Prognose von 1,3 Millionen US-Dollar bis 2035 an, die einer annualisierten Rendite von 28,3 % entsprach.
„Wir sind überzeugt, dass Bitcoin im kommenden Jahrzehnt unter den bedeutenden Anlagewerten weltweit die beste Wertentwicklung erzielen wird“, schrieb Bitwise.
Der Bericht nannte die zunehmende Akzeptanz bei institutionellen Anlegern als einen wesentlichen Treiber des bullischen Ausblicks. Großanleger hätten erheblichen Spielraum, ihre Bitcoin-Bestände auszubauen. Laut Bitwise verwalten institutionelle Anleger Vermögenswerte von rund 147 Billionen US-Dollar, wobei die meisten bislang keine Bitcoin-Allokation haben.
Das Unternehmen erwartet, dass diese Anleger im kommenden Jahrzehnt zwischen 1 % und 5 % ihrer Portfolios in Bitcoin investieren werden. Dadurch könnte eine Nachfrage von 1,5 Billionen bis 7,4 Billionen US-Dollar entstehen.
Bitwise verwies zudem darauf, dass börsengehandelte Bitcoin-Spot-Produkte (ETPs) in den USA weniger als drei Jahre nach ihrer Einführung bereits Vermögenswerte von 108 Milliarden US-Dollar halten. Das Unternehmen erwartet ab 2027 eine Beschleunigung der institutionellen Mittelzuflüsse, da Bitcoin-Produkte über Vermögensverwaltungsplattformen leichter zugänglich werden.
Das fest begrenzte Angebot von Bitcoin ist ein weiterer zentraler Bestandteil des Bewertungsansatzes von Bitwise. Die führende Kryptowährung hat eine maximale Angebotsmenge von 21 Millionen BTC, von denen bereits etwa 20,1 Millionen im Umlauf sind.
Der Bericht bezifferte das jährliche Angebotswachstum von Bitcoin auf 0,8 %. Gemäß dem vorab festgelegten Ausgabeplan dürfte es 2028 auf 0,4 % und 2032 auf 0,2 % sinken. Zum Vergleich: Das jährliche Angebotswachstum von Gold liegt bei etwa 2 %.
„Entscheidend ist, dass das Bitcoin-Angebot unelastisch ist: Weder eine noch so hohe Nachfrage nach Bitcoin noch eine Veränderung seines Preises wird dazu führen, dass mehr Bitcoin erzeugt werden“, erklärte Bitwise.
Das Unternehmen argumentierte, dass eine steigende Nachfrage bei einem Angebot, das darauf nicht mit einer Ausweitung reagieren kann, den Bitcoin-Kurs nach oben treiben könnte.
Bitwise nannte außerdem wachsende Staatsschulden und Sorgen über eine Entwertung von Fiatwährungen als Faktoren, die den langfristigen Wert von Bitcoin stützen könnten.
Dem Bericht zufolge erreichte die US-Bundesverschuldung im September 2026 einen Stand von 40,2 Billionen US-Dollar, während sich die jährlichen Zinszahlungen auf 1,1 Billionen US-Dollar beliefen. Bitwise erwartet, dass Regierungen durch die zunehmende Schuldenlast unter wachsenden Druck geraten werden. Dies könnte Anleger dazu bewegen, nach Alternativen zu traditionellen Währungen zu suchen.
Nach Einschätzung des Unternehmens dürfte Bitcoin sowohl von einem größeren Anteil am Markt für Wertspeicher als auch vom Wachstum dieses Marktes selbst profitieren.
Bitwise warnte jedoch, dass sein Bewertungsmodell keine Garantie für künftige Ergebnisse bietet. Als mögliche Herausforderungen für seine langfristige Prognose nannte das Unternehmen zudem technologische Bedrohungen, darunter Quantencomputing und KI-gestützte Fortschritte in der Mathematik, sowie regulatorische und staatliche Risiken.