

Der US-Dollar-Index beendete die Woche bei rund 102,00 und damit unter seinem Wochenhoch von etwa 102,50. Nach zwei Wochen mit Verlusten verzeichnete er somit wieder einen Wochengewinn. EUR/USD notierte am Freitag bei rund 1,1140, nachdem das Währungspaar von einem Tageshoch bei 1,1214 zurückgefallen war.
Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Dallas, Lorie Logan, sagte am Freitag, es seien „mindestens zwei weitere Zinserhöhungen um jeweils einen Viertelprozentpunkt“ erforderlich. Das Aussetzen eines Zinsschritts „ändert nichts am geldpolitischen Ziel“, erklärte sie. Schrittweise Anpassungen verringerten das Risiko einer deutlichen Verschlechterung der Wirtschaftslage.
Unabhängig davon sagte der Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, Alberto Musalem, die Zentralbank müsse die Zinsen „bald erneut“ erhöhen. Zugleich sprach auch er sich für ein schrittweises Vorgehen aus.
Der Präsident der Federal Reserve Bank von Richmond, Thomas Barkin, erklärte gegenüber SiriusXM Business Briefing, die geldpolitische Richtung sei „eindeutig“; offen sei das Tempo. Er bezeichnete ein schrittweises Vorgehen als „einen guten Weg“ und sagte, Unternehmen hätten von einem breiter angelegten Kostendruck berichtet.
Bitcoin sank am Freitag auf rund 77.000 US-Dollar und erreichte damit angesichts des Verkaufsdrucks am breiteren Kryptowährungsmarkt ein Sechswochentief. Der Rückgang folgte auf die Meldung von Binance über einen Hackerangriff mit einem Schaden von 6,3 Milliarden US-Dollar.
Die Bank of Japan beließ ihren kurzfristigen Leitzins mit 8 zu 1 Stimmen unverändert bei 1,25 %. Ratsmitglied Takata stimmte dagegen und sprach sich für eine Anhebung auf 1,5 % aus. Notenbankchef Kazuo Ueda erklärte, die Zentralbank werde ihre Geldpolitik bei Bedarf weiter anpassen.
Nach Angaben der BoJ hat die zugrunde liegende Inflation ein Niveau erreicht, das weitgehend mit ihrem Ziel von 2 % vereinbar ist. Zugleich seien die Finanzierungsbedingungen weiterhin akkommodierend und die kurzfristigen Realzinsen niedrig. Die Notenbank hob ihre Prognose für die Kerninflation gemessen am Verbraucherpreisindex für das Fiskaljahr 2027 von 2,4 % auf 2,6 % an. Ihre Prognose für das Fiskaljahr 2028 beließ sie bei 2,0 %. Die Prognosen für das BIP-Wachstum revidierte sie für die Fiskaljahre 2026 und 2027 auf jeweils 0,7 %.
Den Währungshütern zufolge hat sich die Risikoverteilung von einem Unterschreiten des Inflationsziels hin zu einem möglichen Überschreiten verschoben. Die Notenbank nannte den Nahostkonflikt, die stärkere KI-bezogene Nachfrage und die Wechselkursvolatilität als Entwicklungen, die genau beobachtet werden müssten. Die Finanzierungsnachfrage der Unternehmen nahm zu, während die Banken weiterhin zur Kreditvergabe bereit waren.
Ueda erklärte, die BoJ werde bei Bedarf vorausschauend reagieren, statt passiv auf einen Inflationsanstieg zu warten. Er mahnte, die Inflation müsse sich noch nachhaltig bei rund 2 % stabilisieren. Zeitpunkt und Tempo geldpolitischer Anpassungen richteten sich nach den Daten, der Lohnentwicklung, den Finanzierungsbedingungen und den Konjunkturaussichten, nicht nach einem festen Zeitplan.
Der Yen entwickelte sich nach der Entscheidung stärker als die meisten wichtigen Währungen. USD/JPY lag vor dem Wochenende weiterhin leicht im Minus, machte jedoch angesichts der Erholung des US-Dollars einen Teil seiner vorherigen Verluste wett.
Gold sank am Freitag auf 3.880 US-Dollar, markierte damit ein neues Jahrestief und fiel erstmals seit Oktober des vergangenen Jahres unter 3.900 US-Dollar. Gleichzeitig legten der US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen leicht zu, die Risikobereitschaft nahm ab und Fed-Vertreter warben für weitere Zinserhöhungen.
Die Europäische Zentralbank ließ ihre Leitzinsen im Oktober unverändert. In Äußerungen, die von der UOB-Ökonomin Lee Sue Ann zitiert wurden, bekräftigte Lagarde, dass die EZB von Sitzung zu Sitzung entscheide. Sofern neue Informationen das aktuelle Bild nicht wesentlich veränderten, sei jedoch „die Richtung ziemlich klar“.
Lagarde wies darauf hin, dass die durchschnittlichen Renditen zehnjähriger Staatsanleihen gegenüber den Annahmen, auf denen die September-Projektionen der EZB basierten, um rund 35 Basispunkte gestiegen seien. Die Aktienkurse seien ebenfalls gefallen, während die Kreditkosten für private Haushalte und Unternehmen zugenommen hätten.